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Der Herr der Nullen

»Im Bundestag geht´s heute um Billionen«. So lautete die Schlagzeile der »Westdeutschen Allgemeinen (WAZ)« am 26.10.2011.

Man hat den Eindruck, die Leute haben jeden Bezug zu Zahlen verloren. Nicht nur die Politiker, die mit solchen Summen herumwerfen, sondern auch die Mitbürger um uns herum, die das lesen – und die Zeitung dann, ohne sich Gedanken zu machen, im Papierkorb entsorgen.

Der Etat des Bildungsministeriums belief sich 2011 auf 11,646 Mrd. Euro. Für eine Billion, mit der »unsere« Volksvertreter für die »Euro-Rettung« einfach so jonglieren, könnte man also gut 85 Jahre lang Bildung und Forschung finanzieren. Wenn man die Ausgaben für die Bildung verdoppeln würde (was dringendst erforderlich scheint!), immerhin noch knapp 43 Jahre!

Daß selbst die Spitzenkräfte von Banken und Politik nicht mehr die Grundrechenarten beherrschen, zeigt nicht nur das lange unentdeckte Beispiel der 55,5 Milliarden HRE-Fehlbuchung.

Bundesfinanzminister Schäuble, der die Beteiligten von aller Schuld freisprach, erklärte lapidar, daß so etwas ja mal vorkommen könne (55,5 Milliarden!).

Ein anderer Buchungsfehler im Jahr 2010 habe z.B. den Überschuß der HRE-»Bad Bank« um 43 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen.

Schäuble: »Diesmal geht es um Millionen, nicht um Milliarden.«

Das sollte beruhigend klingen. Für uns gilt das Gegenteil: »Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht!«

Wozu dient die Volkszählung 2011 wirklich?

Warum mußten alle Immobilieneigentümer ihre Eigentumsverhältnisse, ja sogar die Namen von Mietern offenlegen? Der Grund könnten Zwangshypotheken sein, die der Staat den Eigentümern auferlegt, um einen Euro-Zusammenbruch oder Staatsbankrott abzufedern. Davon geht Andreas Popp vom »Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik« in Schweringen aus.

Popp schreibt, »eine solche Enteignung wäre auf deutschem Boden nicht neu. Bereits 1923 und 1948 gab es staatliche Zwangshypotheken. Das könnte sich nun wiederholen. Bei einer staatlichen Zwangshypothek wird eine Grundschuld zugunsten des Staates in die Grundbücher eingetragen.«

Immobilienbesitzer würden zwangsweise verschuldet und müssen den aufgezwungenen Kredit selbst abzahlen. Das deutsche Immobilienvermögen solle sich auf knapp 9 Billionen Euro beziffern. Mit einer Zwangshypothek über 10 Prozent könnte sich laut Popp der Staat 900 Milliarden Euro an neuen Krediten beschaffen, die er mit den Grundschulden besichern könnte.

 


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Letzte Änderung:
28.11.2011 21:54:00

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