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Warum Polen mit 24 Kampfjets beschenkt wird:
Man liest es, aber man glaubt es kaum: 24 einsatzbereite Kampfflugzeuge
samt Ersatzteilen, Waffensystemen, Munition und Raketen zu
verschenken, sei wirtschaftlicher als andere Käufer zu suchen oder
Material (meist Edel-Metalle) und Armaturen zu verwerten. Aber was
zählen schon Millionen, wenn es um eine »Intensivierung der
deutsch-polnischen Zusammenarbeit« geht ...! Hier die Abschrift der
Schenkungsbegründung (Kopie vom Original anzufordern unter
UN-Archiv 90410):
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BUNDESMINISTERIUM DER
VERTEIDIGUNG, 53003 BONN
Betreff: Abgabe von MiG-29 Kampfflugzeugen an Polen
Datum: 2. September 2004
Sehr geehrte Damen und Herren,
für Ihre Anfrage, mit der Sie die Abgabe von
MiG-29-Kampf.ugzeugen an Polen im Jahre 2003 ansprechen, danke
ich Ihnen.
Die Abgabe der MiG-29-Kampf.ugzeuge war Bestandteil einer
umfassenden Intensivierung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit
im militärischen und wehrtechnischen Bereich.
Hierzu wurden mehrere Vereinbarungen geschlossen; der
Überlassungsvertrag für die MiG-29 vom 24. Juni 2003 war einer
dieser Verträge.
Die Gesamtheit der Vereinbarungen hatte zum Ziel, die
deutschpolnische Zusammenarbeit zu intensivieren, die polnischen
Streitkräfte bei der Integration in NATO- und europäische
Strukturen zu unterstützen, die Interoperabilität zwischen
deutschen und polnischen Streitkräften zu verbessern und die
wehrtechnische, insbesondere industrielle Zusammenarbeit zu
fördern.
Zutreffend ist, daß Polen das Waffensystem MiG-29 zu einem
symbolischen Preis von einem Euro übernommen hat. Nicht
zutreffend ist, daß vorher eine Modernisierung der
Kampfflugzeuge stattfand. Bei Abgaben von Waffensystemen im
Rahmen von Länderabgaben strebt das Bundesministerium der
Verteidigung grundsätzlich möglichst hohe Erlöse an. Maßgeblich
für den tatsächlichen Erlös sind aber im wesentlichen die
Situation am Markt und die finanziellen Möglichkeiten der
potentiellen Kunden. Der Kreis potentieller Kunden ist auf Grund
der deutschen Exportrestriktionen sehr begrenzt.
Dabei werden dem zu erzielenden Erlös im Rahmen einer
Vergleichsberechnung die Kosten einer Demilitarisierung und
Verschrottung gegenübergestellt. Die Vergleichsberechnung ergab
im konkreten Fall der Abgabe der MiG-29 an Polen, daß diese
Abgabe die wirtschaftlichste Lösung darstellte.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Unterschrift |
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