Zweierlei Maß:
Immer mehr Deutsche fühlen sich benachteiligt

Warum bekommen immer mehr Deutsche das Gefühl, in diesem Land als Deutscher ein Mensch zweiter Klasse zu sein? Vorfälle wie in Bad Windsheim, die man auch anderswo immer wieder erlebt, wecken solche Gefühle. Wird irgendwo ein deutschstämmiger Deutscher von streitenden Kumpanen niedergeschlagen, ist das den Medien meist nur eine Fünfzeilenmeldung wert, wenn überhaupt.

Anders ist es, wenn ein türkischstämmiger deutscher Staatsbürger das Opfer ist, wie der Medienrummel nach Pfingsten in Bad Windsheim beweist.

Immer mehr Deutsche haben das Gefühl, daß den Belangen ausländischer oder eingebürgerter Menschen anscheinend ein höherer Stellenwert zugemessen wird, als denen der Deutschen selbst.

Beispielhaft ist das Moscheebau-Projekt der Ahmadiya-Gemeinde in Berlin-Pankow. Ohne daß ein einziges Mitglied dieser Gemeinde in diesem Bezirk wohnhaft ist, wird das Bauvorhaben gegen den Willen der absoluten Mehrheit der Anwohner durchgeboxt.

Als Beispiel eignet sich auch der Ablauf des bisher ungeklärten Falles, in dem ein Äthiopier in Potsdam Opfer eines »rechten« Gewaltdelikts gewesen sein sollte. Abgesehen von dem widersprüchlichen Tathergang und der offenbar alkoholisierten Vorgeschichte meldete sich sofort der Generalbundesanwalt und riß den Fall an sich, als sei ein Staatsverbrechen geschehen. Die vermeintlichen Täter wurden mit Fußfesseln, Handschellen, Kapuze, orangefarbenen »Guantanamo«-Anzügen, Eskorte und Hubschrauber medienwirksam abgeführt und wenige Tage später weniger medienträchtig wieder auf freien Fuß gesetzt und am 15.6.2007 freigesprochen.

 
»Eine Statistik aus dem Jahre 2000 legte dar, daß 11 Morde an Ausländern von Deutschen begangen wurden. Aber gleichzeitig kamen 1.011 Morde an Deutschen auf das Konto von Nichtdeutschen.«
(zitiert aus der Monatszeitung »Deutsche Stimme«, Ausgabe 6/2007)

Für den Verletzten Ermyas M. gab es damals Lichterketten, Demonstrationen gegen »rechte« Gewalt, Spendenaufrufe und eine anhaltende, überregionale Berichterstattung.

Zur gleichen Zeit wurde in Nordrhein-Westfalen eine hochschwangere junge Frau auf offener Straße von zwei Afrikanern brutal zusammengeschlagen. Von einem ähnlichen Medienecho, Demonstrationen und Lichterketten war nichts wahrzunehmen.

Wenige Wochen nach dem Fall Ermyas M. wurde – ebenfalls in Potsdam – auf offener Straße ein 20jähriger Mann von einem Afghanen erstochen. Aber weder der Generalstaatsanwalt noch die Medienwelt interessierte sich für diesen Fall, in dem ein junger deutscher Mann sein Leben verlor und die Hinterbliebenen ihr Leben lang traumatisiert bleiben werden. Die Berichterstattung erfolgte lediglich im regionalen Raum und war alles andere als unabhängig. Lichterketten und Demonstrationen gegen die gewalttätigen und »mutmaßlich« kriminellen Ausländer gab es keine. Auch kein Politiker warnte vor ausländischer Gewalt.

Eine große Handelskette, die im Fall Ermyas M. der Familie großzügig 5.000 Euro gespendet hatte, weigerte sich auf Anfrage, der Familie des ermordeten Deutschen eine ähnliche Solidaritätsspende zukommen zu lassen. Beide Fälle seien nicht miteinander zu vergleichen, hieß es. Sicher nicht. Bei dem einen wurde ein Äthiopier nach vorhergegangenem Kneipen-Streit verletzt, bei dem anderen ein Deutscher ermordet.

Es ist immer wieder bemerkenswert, was für eine Medienlawine ins Rollen kommt, wenn ein Nichtdeutscher von einem Deutschen verprügelt wird.

Man erinnere sich nur an den betrunkenen Italiener, der in Berlin angeblich von »Nazis« zusammengeschlagen wurde. Später bewiesen Aufnahmen der Überwachungskameras vom S-Bahnhof Alexanderplatz, daß dieser Mann in volltrunkenem Zustand das Gleichgewicht verloren hatte, auf die Gleise fiel und sich dabei die Kniescheibe brach.

Es geht hierbei nicht darum, eine ausländerfreundliche Haltung mancher Bürger in Frage zu stellen oder negativ zu beurteilen, sondern darum, auf eine Diskrepanz hinzuweisen, die gefährliche Folgen haben kann – nämlich eine falsche, pauschale Ausländerfeindlichkeit bisher toleranter und friedlicher Bürger.
Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot darf nicht auf Kosten der Mehrheit gehen. Sicher ist es immer schrecklich, wenn Menschen Gewalt angetan wird, egal welcher Herkunft und Religion. Aber es ist gefährlich, mit zweierlei Maß zu messen. Wenn Minderheiten mehr Rechte als die Mehrheit bekommen, kann daraus eine Spirale von Haß und Gewalt mit unabsehbaren Folgen entstehen, die wir alle nicht wollen.


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Letzte Änderung:
20.09.2008 15:12:20

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