»Fachkraft Rechtsextremismus«
Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB Bildungswerk e.V.) bietet die berufsbegleitende Fortbildung zur »Fachkraft Rechtsextremismus« an. »Diese Fortbildung richtet sich an Multiplikator/innen, die sich über einen Zeitraum von einem Jahr berufsbegleitend im Themenfeld Rechtsextremismus (weiter-)qualifizieren und ihre berufliche Praxis im Umgang mit Rechtsextremismus gemeinsam mit Kolleg/innen reflektieren und professionalisieren möchten.« Soweit die Einleitung zum DGB-Fortbildungsangebot. Die Bildungseinrichtung versichert den potentiellen Teilnehmern zudem, die Veranstaltungen sind »praxisnah konzipiert« und werden »von anerkannten Expert/innen« durchgeführt. Ziel des Ganzen: »Die erworbenen Qualifikationen sollen von den Teilnehmenden im Rahmen eines selbst zu realisierenden Praxisprojektes umgesetzt werden.« Und damit es nicht langweilig wird: »Jede/r Teilnehmende besucht zusätzlich ein Methodenseminar Präventionsarbeit, bei dem aus den Bereichen Social-Justice-Training, Betzavta (Demokratieerziehung) und Interkulturelle Kompetenz ausgewählt werden kann.« Und weil der DGB alleine bei dieser hochinteressanten Thematik offenbar überfordert ist, findet die Fortbildung »in Kooperation mit der Gewaltakademie Villigst statt.« Was wird in einer »Gewaltakademie« eigentlich gelehrt? Wem das alles nicht reicht, der kann zusätzlich die Trainerausbildung »Betzavta« (aus dem Hebräischen für »Miteinander«) buchen. Hierbei handelt es sich um ein vom Jerusalemer ADAM-Institut entwickeltes Konzept zur Demokratie- und Toleranz-erziehung. »Das Centrum für angewandte Politikforschung der Universität München bietet in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk zertifizierte Ausbildungen zum/zur Trainer/in für Betzavta an.« Herr, wirf nicht Manna, sondern endlich Hirn vom Himmel! Die Teilnahmegebühr für die 2010 in Hattingen stattfindende »Berufsbegleitende Fortbildung zur Fachkraft Rechtsextremismus« beträgt 1.090 Euro. Wir sind uns sicher, daß einige »rechte« Parteien und Vereine Gewerkschaftsmitgliedern, die diesen Betrag nicht mal eben so hinlegen können, einen kostenlosen, »praxisnahen« Praktikumsplatz anbieten würden. Das wäre eine echte Bildungsmaßnahme: Die »Fachkraft« weiß dann, wovon sie spricht! |