Prof. Dr. Eberhard Hamer, der Vorsitzende des Mittelstandsinstitutes Niedersachsen e.V., hat Ende Juni 2010 Jean-Claude Trichet von der Europäischen Zentralbank (EZB) wegen Untreue (§ 266 StGB) angezeigt.
Der Träger des Bundesverdienstkreuzes und Jurist Hamer erklärte gegenüber UN, daß Trichet als Vorstand der EZB seine gesetzlich ihm anvertraute Pflicht zur Wahrung der Vermögensinteressen der EZB verletzt habe.
Unter anderem gegen die Stimme des Bundesbankpräsidenten Weber habe Trichet den Kauf von griechischen Staatsanleihen im Wert von 40 Milliarden Euro durchgesetzt.
Diese Anleihen seien zu diesem Zeitpunkt jedoch schon durch sogenannte Rating-Agenturen als Schrott eingestuft worden. Der Ankauf von wertlosen Staatsanleihen bedrohe die EZB nun mit einem Kapitalverlust und widerspreche den Grundsätzen der Zentralbank. Der Untreue-Verdacht sei somit naheliegend.
Hamer deutete auch an, daß der französische Staatspräsident Sarkozy unter Umständen auch als Anstifter zu dieser Straftat in Frage käme. Er wäre dann gleich dem Täter zu bestrafen.
Der Vorgang liegt nun bei der Staatsanwaltschaft des LG Frankfurt/Main, wo Trichet seinen Dienstsitz hat.
Sollte diese sich für unzuständig erklären, könnte die Anzeige an die Staatsanwaltschaft beim Europäischen Gerichtshof in Brüssel weitergeleitet werden.