Die »Schweizer Volkspartei« (SVP) setzt sich als bekannteste Rechtspartei derzeit für die Lösung dieser Probleme ein. Derzeit läuft eine Volksbefragung zur Asyl- und Ausländerpolitik. Dazu wird aktuell im ganzen Land die 24seitige Broschüre »Welche Ausländerpolitik wollen Sie?« verteilt. Diese informiert die Bürger kurz und bündig über die dringlichsten Probleme: So stellen Ausländer in der Schweiz 44 Prozent aller Sozialhilfebezieher, bei einem offiziellen Anteil von rund 21 Prozent an der Gesamtbevölkerung. An der Arbeitslosenquote seien Ausländer mit 45 Prozent beteiligt. Bei den Renten mit rund 34 Prozent. Immer mehr Einbürgerungen von Menschen aus Nicht-EU-Ländern würden zudem das Bild der Schweiz verändern. Laut SVP würden Schweizer Gerichte kulturfremden Verbrechern außerdem großzügige Aufenthaltsrechte zusprechen. Afrikaner würden sich auf Weltnetzseiten darüber lustig machen, daß Schweizer Gefängnisse wie Hotels seien, in denen man noch täglich mit 6 Franken bezahlt werde. Die Schweizer werden von der SVP dazu aufgefordert, ihr mitzuteilen, für welche Maßnahmen die SVP eintreten soll. Die Aktion läuft noch bis zum 31.10.2010. Am 28.11.2010 werden die Schweizer dank der SVP zudem die Möglichkeit haben, in einem Volksentscheid über die »Ausschaffungsinitiative« zu entscheiden. Kommt diese durch, soll eine Abschiebung von Ausländern beim Begehen schwerer Verbrechen leichter und konsequenter werden. Frankreich schiebt Zigeuner ab Auch in Frankreich brodelt es. Wie verschiedene deutsche Tageszeitungen seit Mitte Juli mehrfach berichteten, griffen etwa 50 Zigeuner in St. Aignan gezielt die Polizei an. 50 Vermummte bestürmten demnach die Gendarmerie mit Äxten, Eisenstangen und Schürhaken. Kurz zuvor hatten französische Polizisten einen Zigeuner erschossen, der mit seinem Fahrzeug eine Straßensperre durchbrechen wollte. Der Mann hatte keinen Führerschein, dafür aber gerade einen Diebstahl begangen und fürchtete laut »welt.de« vom 6.8.2010, dafür belangt zu werden. Nach dem Angriff auf die Gendarmerie macht die Regierung Sarkozy Nägel mit Köpfen. Von den rund 600 illegalen Zigeunerlagern in Frankreich sollen laut Innenminister Brice Hortefeux mindestens die Hälfte abgerissen werden. Am 17.8.2010 meldete die »Süddeutsche«, daß bereits 40 illegale Lager geräumt seien. Laut »Frankfurter Rundschau« vom 3.9.2010 seien seit Jahresbeginn bereits mehr als 8.300 Personen ausgewiesen worden. Die »Junge Freiheit« (Ausgabe 35/2010) berichtet, daß Zigeunern eine Ausreiseprämie gezahlt worden sei: 300 Euro für jeden Erwachsenen, 100 Euro für jedes Kind. Jedoch hätten die in Rumänien angekommen Zigeuner erklärt, wieder nach Frankreich zurückkehren zu wollen. Bereits 2009 seien Tausende Zigeuner aus Frankreich abgeschoben worden und 2010 einfach wieder zurückgekehrt. Zigeuner-Verbände, die französischen Kirchen und Sozialisten in Frankreich laufen Sturm gegen die angeblich zu harte Gangart. Auch »Amnesty International« und die EU-Kommission beobachten das Geschehen kritisch. Wo es sonst noch brodelt Indes steht Frankreich nicht alleine in der EU da. In dem Bericht der »Junge Freiheit« heißt es, daß auch Dänemark, Finnland und Italien Zigeuner ausweisen und mit Einreiseverboten belegen, illegale Siedlungen auflösen usw. Das Problem in all diesen Ländern wird jedoch sein, daß ein Großteil der Zigeuner bereits seßhaft geworden ist und die Staatsbürgerschaft ihrer Aufnahmeländer besitzt. Eine Abschiebung kommt in solchen Fällen natürlich nicht in Betracht. In Europa gibt es also noch viel zu tun, bevor der brodelnde Kessel explodiert.
|
Suchen in den UN-Ausgaben
|
Letzte Änderung: | ||||||||||
Unabhängige Nachrichten • Postfach 10 17 06 • D-46017 Oberhausen •
info@un-nachrichten.de
|