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Zurück zur D-Mark!?
Eigentlich »kein großes Problem«

»Technisch gesehen wäre eine Rückkehr zur D-Mark kein großes Problem. Die Bundesbank könnte sofort die Versorgung der Wirtschaft mit Geld sicherstellen.« […] »In der Übergangsphase bis zur Ausgabe von D-Mark-Scheinen und Münzen könnte das in Deutschland hergestellte Euro-Bargeld als nationales Zahlungsmittel dienen. So lassen sich die in Deutschland geprägten Münzen durch den Bundesadler leicht von anderen Euro-Münzen unterscheiden. Die hier gedruckten Scheine besitzen ein X vor der Seriennummer.«
Wirtschaftswoche, 19.5.2010

Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach haben 71 Prozent der Deutschen kein Vertrauen mehr in den Euro.

Die Kunstwährung Euro ist nichts anderes als ein Zweckbündnis zwischen Politik und Hochfinanz. Die Regierungen können sich – wie jeden Tag sichtbar – zügellos verschulden und damit ihre Wahlversprechen finanzieren. Und die Banken verdienen prächtig daran. Nun haben auch die großen Geldverleiher begriffen, daß eine Einheitswährung völlig unterschiedlicher Staaten widernatürlich ist und ganze Volkswirtschaften ruinieren kann. Entsprechend werden die Zinsraten für die Staatsanleihen vieler Euro-Staaten weiter ansteigen – bis sie schließlich unbezahlbar werden und das seltsame Konstrukt auseinanderbricht.

Zwölf Jahre nach der Einführung des Euros ist sein Ruf ruiniert, viele Deutsche sehnen sich nach der Deutschen Mark zurück.

Kehrte Deutschland zur D-Mark zurück, würde die Währung im Zuge massiver Kapitalzuflüsse wohl kräftig aufgewertet werden. Entgegen der Veröffentlichten Meinung ist ein Einbruch der Exporte dennoch nicht zu erwarten, das legen zumindest ökonometrische Studien nahe.

Andererseits verbilligt eine starke Währung die Importe. Weil rund 42 Prozent der deutschen Exporte aus zuvor importierten Vorprodukten bestehen, können die Exporteure die Kostenreduktion nutzen, um die Preise ihrer Exportprodukte zu senken.

Ein großer Vorteil einer Rückkehr zur Deutschen Mark bestünde darin, daß die Bundesbank die Leitzinsen besser auf die wirtschaftlichen Bedingungen im Inland zuschneiden könnte. Anders als die Europäische Zentralbank (EZB), die auf die kränkelnden Krisenländer der Euro-Zone Rücksicht nehmen muß, würde die Bundesbank die Leitzinsen angesichts der boomenden Konjunktur derzeit wohl stärker anheben – und damit den Inflationsgefahren rechtzeitig vorbeugen.

Dr. Philippa Malmgren, Präsidentin des Londoner Vermögensverwalters »The Canonbury Group«, Beraterin des Vorstands der »Deutschen Bank« und Wirtschaftsberaterin des ehemaligen US-Präsident George W. Bush, ist der Meinung, daß Deutschland bereits die D-Mark drucken würde. Andere EU-Staaten seien ebenfalls dabei, ihre eigene Währung wieder einzuführen.

»Die Bürger lehnen den Euro ab, deutsche Konzerne verteidigen ihn. Fakt ist: Ein Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone wäre ein gewagtes Unterfangen. Doch es hätte so manche Vorteile für das Land.«
Wirtschaftswoche, 2.11.2011


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Letzte Änderung:
28.11.2011 21:42:30

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