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Rüstungsgüter nach Griechenland
Auf Kosten der deutschen Steuerzahler

Trotz Hilfsprogramm und Sparpaket kauft der Pleitestaat so viele Waffen wie kaum ein anderes Land. Mit offiziell 133.000 Soldaten unterhält Griechenland, umgerechnet auf seine elf Millionen Einwohner, die mit Abstand größte Armee Europas.

Deutschland kommt trotz seiner gut siebenmal so großen Einwohnerzahl nur auf 254.000 Soldaten. Kein Land in Europa investiert pro Kopf annähernd so viel Geld in Waffen wie Griechenland. Im vergangenen Jahrzehnt haben seine Militärs schätzungsweise insgesamt 50 Milliarden Euro ausgegeben – und so erheblich zum schlimmen Zustand der Staatsfinanzen beigetragen.

Weltweit war Griechenland dem Stockholmer SIPRI-Institut zufolge von 2005 bis 2009 der fünftgrößte Käufer konventioneller Waffen. Und diese Panzer oder Flugzeuge kommen vor allem aus den USA, Deutschland und Frankreich.

Aber damit nicht genug:

Weil das hoch verschuldete Land die Kosten für seine Rüstungseinkäufe derzeit nicht aufbringen kann, müßte bei einer drohenden Umschuldung Griechenlands der europäische Rettungsmechanismus einspringen und damit der deutsche Steuerzahler dafür teilweise gerade stehen. Trotzdem laufen die Rüstungsgeschäfte weiter.

Hochgerüstet in die Pleite

  • Nach einem »Spiegel«-Bericht hat sich der Thyssen-Krupp-Konzern in einem Brief an das Kanzleramt über eine geplante Lieferung von zwei bis vier französischen Tarnkappen-Fregatten an die griechische Marine beklagt. Weil das hoch verschuldete Land die 300 Millionen Euro pro Schiff derzeit nicht aufbringen kann, solle die Zahlung gestundet werden. Bei der drohenden Umschuldung Athens müßte der europäische Rettungsmechanismus einspringen und damit die Bundesrepublik dafür teilweise gerade stehen.

  • Das marode Griechenland will für einen Sonderpreis von 8 Millionen US-Dollar 400 M1A1-Abrams-Panzer von den USA kaufen. Bezahlt werden sie letztlich mit Steuergeldern aus den EU-Staaten.

  • Neben den Panzern hat Griechenland auch wegen 20 amphibischen Truppentransportern angefragt. Der Bedarf an diesen Fahrzeugen wird auf 75 bis 100 geschätzt.

  • Im vergangenen Jahr hat Deutschland 223 von der Bundeswehr ausgesonderte Panzerhaubitzen geliefert. Griechenland - also letztlich der EU-Steuerzahler - hat dafür zehn Millionen Euro gezahlt.

  • Vor einigen Wochen hat das griechische Parlament auch einem Vertrag zum Kauf von Munition für die aus Deutschland gelieferten Leopard-2A6-HEL-Panzer zugestimmt. Es geht dabei um 12.000 Granaten.

Zahlen kann Griechenland natürlich nicht!


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Letzte Änderung:
28.11.2011 21:38:28

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