Ein Präsident als Marionette?
Welch einen jämmerlichen Eindruck vermittelt der höchste Repräsentant unseres Volkes. Getrieben von den Medien, die ihn einst hofierten und zu dem machten, was er heute ist: Ein Abbild der Politkaste, die durch Mittelmäßigkeit, Inkompetenz und Charakterfragen unser Land herunterwirtschaftet. Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Wir freuen uns ganz und gar nicht, ein schwaches Staatsoberhaupt zu haben. Auch Schadenfreude ist völlig fehl am Platz, da das Bild »des Deutschen«, das erfreulicherweise in vielen Ländern der Welt noch ein hohes Ansehen genießt, durch einen Präsidenten Christian Wulff auf Dauer geschädigt wird. Nun wäre die Lösung sehr einfach, Herr Wulff tritt zurück und es wird neu gewählt. Dies wiederum wäre viel zu einfach und vor allem nicht im Sinne aller politisch Handelnden. Wäre denn sichergestellt, daß ein neuer Bundespräsident den »Islam für einen Teil Deutschlands hält«, daß er sich über die wachsende Anzahl der Moscheen in Deutschland freut, daß er den bald anstehenden ESM-Vertrag unterschreibt, daß er ...? Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, die Methode ist aber verstanden. Ein Bundespräsident, der unanfechtbar ist, der moralisch und charakterlich, der intellektuell und politisch ein Vorbild ist, ist nicht kalkulier- und steuerbar und daher unbequem für alle Parteien und Politiker. Horst Köhler, der aus bis heute nicht geklärten Umständen zurücktrat, war wahrscheinlich so ein »Unbequemer«, einer der nicht aus dem »Politgeschäft« kam und die »Spielregeln« nicht beherrschte. Einer, der sich nicht auf Biegen und Brechen an seinen Posten klammerte, und nicht bereit war, dafür jede »Kröte« zu schlucken. Allerdings sollten wir auch nicht zu nostalgisch werden und vergangenen Bundespräsidenten nachtrauern. Vergessen wir nicht den noch heute hochgelobten Herrn von Weizsäcker mit seiner unsäglichen Rede zum 8. Mai 1985 und den Schaden, den er damit speziell in den Köpfen junger Deutscher anrichtete. Egal wie lange sich ein Christian Wulff noch hält, auch sein Nachfolger wird kein Repräsentant des wahren Deutschlands sein. |