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UN 3/2018

Die Demobilisierung der Bundeswehr


In der abgebildeten Ausgabe der Zeitschrift Loyal, herausgegeben vom Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, fragt Chefredakteur Marco Seliger:

»Wie konnte das passieren?«

Das Fehlen von Ersatzteilen für unsere U-Boote ist allerdings nur ein kleiner Puzzle-Stein in diesem Drama über »unsere« Armee. Von Anfang an nie geliebt, nur halbherzig geduldet, stark genug, um die Rote Armee aufhalten zu sollen, aber nicht so stark, um unseren »westlichen Freunden« gefährlich werden zu können, fristet die Bundeswehr seit ihrem Bestehen das Dasein eines ungewollten Stiefkindes. So lange noch Offiziere aus dem Zweiten Weltkrieg den Geist in der Truppe prägten, konnte man, trotz aller politischen Widrigkeiten, von einer intakten, einsatzfähigen Armee sprechen.

Dies begann sich in den 80er Jahren zu ändern, spätestens unter Verteidigungsminister Hans Apel (SPD). Auch wenn sein Nachfolger, Manfred Wörner (CDU), durch schneidiges Auftreten in der Öffentlichkeit versuchte, strukturelle Defizite zu kaschieren, die Demontage einer schlagkräftigen Armee schritt voran.

Koryphäen wie Scharping, Struck oder auch Jung leisteten das Ihrige dazu, um aus der Bundeswehr im In- und Ausland eine Lachnummer zu machen. Dazu trug die völlige Fehleinschätzung der politisch Verantwortlichen bei, die glaubten, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sei der ewige Friede auf Erden ausgebrochen.

Aus Streitkräften, deren grundgesetzlicher Auftrag einmal darin bestand, die Heimat zu schützen, wurde auf Verlangen der Westalliierten eine Söldnertruppe, die weltweit fremde Interessen mit ihrem Blut verteidigt.

Nachdem Karl-Theodor zu Guttenberg die Wehrpflicht abschaffte, sein Nachfolger de Maizière in gewohnter Manier nur bürokratisch verwaltete, kam mit Ursula von der Leyen das personifizierte Elend über die Bundeswehr. Als ehemalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend brachte sie in den Augen von Frau Merkel die besten Voraussetzungen mit, um eine Armee zu kommandieren.

Umgeben von einem Generalstab, dem jegliche soldatischen Tugenden anscheinend abhanden gekommen sind, kann sie ihre kruden Ideen und Vorstellungen ungehindert in die Tat umsetzten. Wenn passgenaue Umstandsmode für schwangere Soldatinnen wichtiger ist als funktionierende Gewehre, wenn Seminare über sexuelle Abweichungen wichtiger sind als einsatzbereite Flugzeuge, Panzer, U-Boote oder Hubschrauber, dann hat sich eine Armee ad absurdum geführt.

37 Milliarden Euro pro Jahr für eine von der Politik kastrierte Armee, da ist jeder einzelne Euro zuviel. Eine Söldnertruppe, die der Welt die westliche Demokratie bringen soll, ist billiger zu haben!

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Andrè Wüstner, brachte es in einem Gespräch mit der Zeitung Die Welt auf den Punkt:

»Die katastrophale Einsatzbereitschaft, die dazu führt, daß wir unsere Bündniszusagen nicht mehr erfüllen können, darf keinen Fachpolitiker überraschen. Die Kernfrage, die Politik parteiübergreifend beantworten muß, ist: Soll Deutschland wieder einsatzbereite Streitkräfte haben oder nicht? Wenn nein, schlage ich die Auflösung der Bundeswehr vor.«

Nur zur Erinnerung: Frau von der Leyen soll weitere vier Jahre die Demobilisierung der Bundeswehr vorantreiben dürfen.

 

 

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