UN 12/2025
Wehrpflicht? Wofür?
Die Diskussion über eine neue Wehrpflicht ist nicht aus Deutschland heraus entstanden, sondern von der NATO und den Forderungen der Amerikaner, höhere Beiträge und höhere Militärkapazitäten für die NATO zu leisten.
Dass die NATO nicht unbedingt deutsche Interessen vertritt, gilt schon im Gründungsgrundsatz: Die Sowjet-union von Westeuropa weg, die Amerikaner in Westeuropa drinnen und die Deutschen klein zu halten (»to keep the Soviet Union out, the Americans in and the Germans down«).
Haupttreiber der NATO war und ist die amerikanische Rüstungsindustrie, welche Umsatz braucht und deshalb die Ausrüstung Europas mit amerikanischen Waffen zu versorgen trachtet. Und die USA haben das Interesse an weiteren Hilfstruppen zur Sicherung ihres Dollarimperiums. Deshalb ist auch immer ein amerikanischer General Oberkommandierender der NATO und der amerikanische Präsident Oberbefehlshaber.
Für den französischen Präsidenten war die NATO bereits ein »hirnloser Tiger«, eigentlich sinnlos geworden, solange Frieden herrschte. Erst der Krieg in der Ukraine – mit dem Mantra einer russischen Gefahr – ließ wieder einen Sinn für die NATO entstehen.
Die von den amerikanischen und europäischen Medien geschürte Kriegshysterie gegen Russland und Putin als Angreifer gegen die westliche Welt und die daraus resultierenden Militär- und Finanzhilfen der europäischen Länder brachten wieder Kriegsgeschrei nach Europa.
Junge Ukrainer, die nicht für ihr Land kämpfen wollen, finden in Deutschland ein auskömmliches und bequemes Leben.
Ohne das Narrativ von der drohenden Gefahr Russlands für Europa und der deshalb notwendigen Verteidigung wäre die Wehrpflichtdebatte in Deutschland nicht möglich. Wenn aber diese Voraussetzungen nicht stimmen sollten, hätten uns die NATO und die EU in ein sinnloses, teures, unverantwortliches Abenteuer getrieben.
Unabhängig davon, ob Deutschland wirklich in Gefahr ist oder ob dies nur politisch für Zahlungen Deutschlands behauptet wird – die Frage der Wehrpflicht hat ethische, kulturelle und staatsrechtliche Voraussetzungen, die bisher nicht vorliegen.
Bisher war Wehrpflicht immer damit begründet worden, dass das eigene Land in Gefahr sei und verteidigt werden müsse.
Die Kriegstreiber wollen aber nicht das eigene Land verteidigen, sondern NATO-Länder und NATO-Interessen in der gesamten Welt – früher am Hindukusch, jetzt in der Ukraine.
Wer heute die Begriffe Heimat und Vaterland verwendet, wird als »Nazi« beschimpft, angeklagt und diffamiert. Unser Land selbst ist nicht von irgendwelchen Feinden umgeben, sondern nur von Bündnispartnern.
Zu besonderen Verteidigungsanstrengungen besteht also kein Grund – außer dem, dass die US-Rüstungsindustrie an der Aufrüstung Europas immens verdient und einzelne Politiker wieder Deutschland zur Militärmacht machen wollen.
Das bayerische Verfassungsgericht hat festgestellt, dass »ethisch-biologisches Volksverständnis rechtsradikal und verfassungswidrig« sei. Der NRW-Landtag hat in der Eidesformel »zum Wohle des deutschen Volkes« gestrichen. Wir haben nach Merkel nur noch eine Bevölkerung derer, die in diesem Lande leben – das sind zu einem Drittel Zugewanderte.
Kulturell hatten frühere Generationen gemeinsame Wer- te, einen gemeinsamen christlichen Glauben und eine abendländische Kultur sowie preußische und biblische Tugenden zu verteidigen.
Alle diese Werte werden heute im rot-grün beherrschten Milieu diffamiert und in den Medien täglich herabgesetzt. Alle links von der AfD lehnen die traditionellen Werte und Tugenden ab und haben sie hinter eine Brandmauer verbannt.
Zu Recht sieht eine Mehrzahl junger deutscher Männer nicht ein, einen mit Lebensgefahr verbundenen Wehrdienst zu übernehmen, der bisher weder ethisch-moralisch begründet ist, noch nach herrschender politischer und Medienmeinung national begründet werden darf.
Solange unsere rot-grünen Nihilisten Tugenden wie Tapferkeit, Ehre, Treue weiterhin als Nazi-Tugenden abwerten und solange wir nicht einmal gemeinsame Solidarität innerhalb unseres Volkes üben, solange wird sich kein Deutscher der Gefahr aussetzen, für dieses Vaterland getötet zu werden.
Solange unsere Politiker ein Drittel unserer Steuergelder an die Ukraine verschenken, immense Summen an die amerikanische Rüstungsindustrie weiterleiten und Geld für sinnlose grüne Projekte in die ganze Welt verteilen, solange wird es keine Identifikation mit diesem Staat geben.
Dafür lassen die Politiker unsere Infrastruktur, die Bildung und die Gesundheitsvorsorge verlottern – von der Deindustrialisierung unseres Landes ganz zu schweigen.
Der Verfasser hat selbst den Zweiten Weltkrieg miterlebt und hat Helden gesehen, die nach Kriegsende als Gefangene misshandelt, auf den Rheinwiesen zu Tode gequält und als Verbrecher behandelt und entehrt wurden.
Ausländische Soldaten wurden zu Helden stilisiert – die deutschen, einschließlich der deutschen Offiziere, zu Verbrechern. Dies ist auch heute noch die Meinung der rot-grünen Anti-Deutschen.
Soll nach diesen Erfahrungen seiner Großväter ein junger Mann sich wiederum in das Risiko einer Armee begeben, deren Zwecke nicht klar, deren moralisch-ethische Begründungen zweifelhaft sind?
Vielleicht werden deren Soldaten bei einem nächsten Krieg wiederum von den Siegern als Verbrecher entehrt und misshandelt?
Solange unsere Soldaten und Offiziere des letzten Weltkrieges nicht rehabilitiert werden und sie nicht für die schändliche Behandlung durch die deutsche Nachkriegspolitik Wiedergutmachung erfahren, solange wird kein Abkömmling dieser Soldaten wieder die Wehrpflicht übernehmen.
Einer Truppe fehlt die Schlagkraft, wenn sie keine ethisch-moralische Grundlage für ihren Dienst hat.
Das Mantra der russischen Gefahr ist nicht nur strittig, sondern ist auch keine ethisch-moralische Grundlage für eine Armee, die kein Vaterland, keine Heimat, keine preußischen Tugenden und keine zehn Gebote mehr verteidigen soll.
Eine Armee ohne Moral kann zwar für die Finanzanforderungen der amerikanischen Rüstungsindustrie oder für internationale Zwecke missbraucht werden, aber nie für die Verteidigung der Heimat – und somit wäre sie eine Söldnerarmee.
Eine wahre Volksarmee verteidigt Volk, Heimat, Familie, Kultur und den Boden seiner Ahnen – und nur dann ist eine Wehrpflicht begründbar.
Erst wenn die Regierung wieder ein deutsches Land (Heimat), ein deutsches Volk (Familie), die deutsche Kultur, die alten deutschen Werte, die preußischen Tugenden sowie unser christliches Abendland statt Multi-Kulti anerkennt, kann die Verantwortlichkeit junger Menschen so weit gehen, dafür freiwillig die Wehrpflicht mit Todesrisiko zu übernehmen.
Politiker können zwar im luftleeren Raum agieren, eine Armee aber nicht ohne geistig-moralische Grundlage existieren – denn sie muss von den jungen Männern Opfer verlangen und deshalb diese Opfer und ihre Existenz moralisch begründen.
Solange das nicht geschieht, sondern nur dumpfer Russenhass als Begründung dient, wird eine Wehrpflicht in der deutschen Bevölkerung nicht durchsetzbar sein.
Prof. Dr. Eberhard Hamer
pinterest.com/UNNachrichten
