UN 1/2026
Nur eine »Abrechnung mit Europa«?
Die politischen Masochisten in der BRD jammern über den (eventuellen) Verlust der Vorherrschaft der Amerikaner über Deutschland durch die neue Nationale Sicherheitsstrategie der USA.
Erst werden wir befreit, umerzogen, politisch gegängelt, militärisch und wirtschaftlich abhängig gemacht, und nun sollen wir eine Teilsouveränität zurückerhalten? Das können sie nicht gutheißen, das wollen sie nicht!
Keiner möge so naiv sein zu glauben, dass Trumps Europapolitik selbstlos sei! Dahinter stecken massive US-Eigeninteressen – so läuft internationale Politik eben. Trump will starke Partner an seiner Seite und nicht ein sich selbst kastrierendes Deutschland.
Wo Identität verloren geht, so wie bei uns, kann kein starker Staat entstehen, so liegt sein Fokus daher auf Ländern wie Polen, Ungarn, Italien oder auch Österreich. Trump ist Geschäftsmann genug, um zu erkennen, mit wem es sich lohnt, »Geschäfte« zu machen.
Das Papier löste, ganz regierungstreu, Schockwellen in den Medien aus: BILD, WELT, SPIEGEL, BR und DW sprechen von »Abrechnung mit Europa«, »Scheidung von Europa« oder gar »Arbeit auf Zerstörung der EU hin«.
Typischerweise – es steckt Methode dahinter! – wird die EU hierzulande den Bürgern immer als »Europa« verkauft.
Die US-amerikanische Regierung will sehr wohl ein starkes Europa – sie lehnt aber die Eurokratie ab.
Eine interessante Interpretation des Dokuments lieferte die New York Times. Das meist Trump-kritische Blatt kommentierte:
»Liest man es genauer, klingen die Passagen über Europa eher wie eine Verteidigung des Kontinents. Sie beschreiben Europa unter anderem als „strategisch und kulturell lebenswichtig“ für die Vereinigten Staaten.«
»Die Hauptursache für den Ärger der Europäer darüber, dass ihre verschwindende Zivilisation von den Vereinigten Staaten betrauert wird, mag darin liegen, dass sie dieses Werk der Selbstzerstörung überhaupt erst auf Drängen Amerikas begonnen haben.«
»Selbstzerstörung auf Drängen Amerikas«? So eine Formulierung lässt viel Spielraum für Spekulationen.
Aber auch in Deutschland gibt es Stimmen, die das Strategiepapier unaufgeregt kommentieren, z.B. die Wirtschaftsweise Veronika Grimm:
»Statt auf die USA zu schimpfen, sollten wir lieber unsere Hausaufgaben machen«.
»Wir, nicht die USA, gefährden durch unsere wirtschaftliche Schwäche die globale Sicherheit (weil wir das westliche Bündnis schwächen)«.
Jamie Dimon, ein US-amerikanischer Spitzenbanker und Chef von JPMorgan Chase & Co., formuliert es noch härter:
»Sie haben Unternehmen vertrieben, sie haben Investitionen vertrieben, sie haben Innovationen vertrieben.« Europa entwickle sich zum wirtschaftlichen Risiko für die USA.
Und nur darum geht es: Money, Money, Money!
Deutschland und Europa sind für US-amerikanische Regierungen nur so lange interessant, solange sie gute Geschäfte machen können.
Nico Lange, ein begeisterter Transatlantiker: »Wenn man stark ist, wird man in Trump-Land ernst genommen. Wenn man sich schwach und unterwürfig gibt, wird man herumgeschubst.«
Wenn man uns nach dem Krieg etwas abgewöhnt hat, so ist es Selbstbewusstsein! Marionetten haben eben kein Rückgrat – dieses lässt sich auch nicht implantieren.
Bei aller Hoffnung, die deutsche Patrioten in eine Trump-Regierung setzen: Unsere Probleme löst keine Macht der Welt für uns. Wir selbst müssen handeln, um die notwendigen politischen Veränderungen herbeizuführen!
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