UN 4/2026
Die »strategischen Fehler«
Versuchen Sie einmal, liebe Leser, einen Pudding an die Wand zu nageln. Richtig, es geht nicht. Versuchen Sie nun einmal einen Politiker zur Verantwortung zu ziehen. Richtig, es geht ebenfalls nicht!
Im besten Fall stellen sich die Verantwortlichen hin und sagen so etwas wie »Sorry!« oder »es war ein strategischer Fehler«.
Das Fatale ist, die »strategischen Fehler« häufen sich dermaßen, dass man fast vermuten könnte, dahinter steckt Methode.
Beim Atom-Gipfel in Frankreich am 10.3.2026 bezeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Abkehr von der Atomkraft als »strategischen Fehler«. Wörtlich sagte sie: »Ich glaube, dass es für Europa ein strategischer Fehler war, einer zuverlässigen, emissionsarmen Quelle den Rücken zu kehren«.
Frau von der Leyen »bevorzugt« die »small modular reactors« (kleine modulare Reaktoren), also Kernkraftwerke, die kleiner, einfacher und in Serie zu produzieren beziehungsweise zu bauen sind.
Die Sache hat nur einen Haken: Deutschland hat sich von Forschung, Entwicklung und Bau von Kernkraftwerken verabschiedet. »Wir« sprengen lieber munter weiter die verbliebenen Kühltürme und machen daraus Touristen-Attraktionen. Die Musik spielt wieder einmal kräftig an uns vorbei.
»Kleine modulare Atomkraftwerke« sind übrigens nichts Neues. Aus ihrer Zeit als Verteidigungsministerin müsste von der Leyen noch wissen, dass in den U-Booten der Atommächte kleine Kernkraftwerke zuverlässig ihren Dienst verrichten.
Aber zurück zu den »strategischen Fehlern«. Es war sicher ein »strategischer Fehler« von Schröder und Trittin, im Jahr 2000 den Atomausstieg zu beschließen,
oder 2011 von Merkel, acht Kernkraftwerke sofort und die letzten 2020 abzuschalten,
oder die zerstörerische Klimapolitik,
oder die Wehrpflicht im Jahr 2011 unter Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auszusetzen,
oder die komplette moralische Demontage der Restbundeswehr durch Frau von der Leyen,
oder der Milliardenverlust durch den dubiosen Kauf von Corona-Masken durch Jens Spahn,
oder, oder, oder ...
So viele »strategische Fehler« sollten auch den dümmsten Wähler wachrütteln – aber: siehe die Ergebnisse der letzten Landtagswahlen.
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