UN 9/2026
Herr Merz und Herr Klimawandel
Es gibt Kanzler, die sich in Krisenzeiten Gummistiefel anziehen, um anzupacken. Und dann gibt es Friedrich Merz.
Nachdem der Waldbrand im Hürtgenwald, der medial sehr viel Aufmerksamkeit bekam, gelöscht werden konnte, schwebte Merz, nach mehreren Wochen gepflegter Urlaubsentspannung, standesgemäß im Helikopter über das verkohlte Waldbrandgebiet im Hürtgenwald ein.
Standesgemäß deshalb, da man so besser von oben auf Land und Leute herabblicken kann.
Was muss ihm während des Fluges wohl alles durch den Kopf gegangen sein? Ein Waldbrand, der nachweislich fast immer durch menschliches Fehlverhalten oder absichtliche Brandstiftung entfacht wird, diente ihm nach seiner Landung als willkommene Kulisse, um uns eine grüne Märchenstunde vom unausweichlichen Klimawandel zu predigen:
Wir müssen damit rechnen, dass wir häufiger solche Ereignisse haben. Das ist Klimawandel.
Faktencheck:
»Selbst an einem sehr heißen Tag, mit 40 Grad oder mehr, ist die Lufttemperatur noch sehr weit von den 300 bis 400 Grad Celsius entfernt, die nötig sind, um getrocknetes Pflanzenmaterial zu entzünden.«
Quelle: SWR-Faktencheck
Da ein Waldbrand nur durch Zündquellen entstehen kann, muss also »Herr Klimawandel« mit einem Feuerzeug (absichtlich oder versehentlich) das Feuer entfacht haben.
Geschichte wiederholt sich. Deshalb möchten wir den Bundeskanzler an dieser Stelle an seine Forderung aus dem Jahr 2022 mit der Anspielung an die Ahrtal-Katastrophe im Sommer 2021 erinnern:

Quelle: Friedrich Merz auf X
Sein aktuelles Handeln, ist das Opportunismus, Pragmatismus oder kognitive Dissonanz?
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